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Naturfasern oder Chemiefasern

Pflanzen oder Tiere liefern natürliche Rohstoffe. Erde und Steine sind geologischen Ursprungs. Zellulose und Erdöl sind die Basis für die Chemiefasern. Wie soll man sich da richtig entscheiden?

Naturfasern oder Chemiefasern


Es gibt eine Gefährdung der Gesundheit durch Naturfasern


In den 80ziger Jahren machte langsam die Erkenntnis die Runde, dass durch die Verwendung und Verarbeitung von Asbestfasern zu Asbestzement auch gleichzeitig eine Gefährdung der Gesundheit bei den Verarbeitern festgestellt wurde. Dieser Zusammenhang wurde allerdings erst nach sehr vielen Jahren der Anwendung der Asbestfasern erkannt.

Was ist eigentlich Asbest?


Mineralfasern geologischen Ursprungs

Es handelt sich dabei um faserförmige Silikat-Minerale. Weit verbreitet wurden diese Asbestfasern als Baustoffe verarbeitet. Diese Asbestfasern besitzen eine große Festigkeit, als Wärmedämmstoff geeignet und hitzebeständig sowie auch säurebeständig. Eigentlich der ideale Baustoff, denn er ist gut zu verarbeiten und nicht brennbar.
Der große Nachteil dieses Baustoffes besteht darin, dass eingeatmete Asbestfasern zu Asbestose und Lungenkrebs führen können.


Eine Gefahr durch Asbestfasern besteht immer beim Abbruch von alten Gebäuden. Es muss damit gerechnet werden, dass in diesen Gebäuden Baustoffe verwendet wurden, die Asbestfasern enthalten. Bei den Abbrucharbeiten können die Asbestfasern freigesetzt werden und in die Umwelt gelangen.


Fasern tierischen Ursprungs

  • Wollen und feine Tierhaare
    • Wolle von Schafen (WO)
    • Alpaka (WP), Lama (WL), Guanako (GU) sind die Haare von den gleichnamigen Lamaarten bzw. Schafkamelen.
    • Angora (WA) (Haare vom Angorakaninchen), Kanin (gewöhnliche Kaninchenhaare) sind sehr fein, glatt und sehr leicht.
    • Kaschmir (WS) gewinnt man durch Auskämmen und sortieren der Flaum- oder Grannenhaare der Kaschmirziege
  • Grobe Tierhaare
    • Rinderhaar, vor allem die Haare des Yaks.
    • Rosshaar ist sehr grob und wurde früher als Polster und Füllung von Matratzen verwendet.
    • Ziegenhaar

Wellasbest

Dachdeckung aus Wellasbestplatten. Die Wellasbestplatten sind seit über 30 Jahren auf diesem Dach. Ihr Äußeres ist stark verwittert und leicht mit Algen bewachsen


Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe von Naturfasern, deren Anwendung relativ unschädlich für Personen ist. Dazu zählen die Pflanzenfasern und die Fasern tierischen Ursprungs.


Pflanzenfasern

(Die nachfolgenden Listen wurde Wikipedia entnommen.)

  • Samenfasern
    • Baumwolle (CO) aus den Samenhaaren der Frucht der Baumwollpflanze
    • Kapok (KP) aus dem Inneren der Kapselfrucht des echten Kapokbaumes
    • Pappelflaum
    • Akon
  • Bastfasern
    • Bambusfaser
    • Brennnessel
    • Hanffaser (HA)
    • Jute (JU)
    • Kenaf
    • Leinen (LI)
    • Hopfen
    • Ramie (RA)
  • Hartfasern
    • Abacá (Manilahanf), Hartfaser aus den Blättern einer Faserbanane
    • Ananas
    • Caroá
    • Curauá
    • Henequen
    • Macambira
    • Neuseeländer Flachs
    • Sisal
    • Kokos

Chemiefasern, ursprünglich auch als Kunstfasern bezeichnet


Allgemein werden alle industriell hergestellten Kunstfasern als Chemiefasern bezeichnet. Chemiefasern sind Bestandteil der meisten Kleidungsstücke und können in Teppichen, Bürsten, Vliesen, Beschichtungen, Farben usw. enthalten sein.


Die Unterscheidung der Chemiefasern erfolgt nach Fasern aus natürlichen Polymeren, Fasern aus synthetischen Polymeren und nach industriell erzeugte anorganische Fasern.


Fasern aus natürlichen Polymeren

  • Zellulosische Fasern
    • Viskose (CV) wird nach dem Viscoseverfahren aus reiner Zellulose hergestellt
    • Modal (CMD)
    • Lyocell (CLY)
    • Cupro (CUP)
    • Acetat (CA)
    • Triacetat (CTA)
  • Gummifasern
  • Pflanzeneiweißfasern
  • Tiereiweißfasern
  • Fasern auf Basis von Stärke bzw. Glukose

Fasern aus synthetischen Polymeren

  • Polykondensationsfasern
    • Polyester (PES)
    • Polyamid (PA), Handelsnamen Nylon, Perlon, Dederon, Grilon
    • Polyimid (PI), Handelsname P84
    • Polyamidimid (PAI), Handelsname Kermel
    • Polyphenylensulfid (PPS), Handelsnamen Procon, Torcon, Nexylene etc.
    • Aramid, Handelsnamen Kevlar, Nomex, Twaron
  • Polymerisationsfasern
    • Polyacrylnitril (PAN), Handelsnamen Dralon, Orlon etc.
    • Polytetrafluorethylen (PTFE), Handelsnamen Teflon, Toyoflon, Profilen, Rastex etc.
    • Polyethylen (PE), Handelsname Dyneema, asota
    • Polypropylen (PP)
    • Polyvinylchlorid (Bei Fasern CLF sonst PVC)
  • Polyadditionsfasern
    • Polyurethan (EL) als Elastomer (Elasthan bzw. Spandex), Handelsnamen Lycra und Dorlastan.

Industriell erzeugte anorganische Fasern

  • Glasfasern (GF) sind im Vergleich zu Polymerfasern weniger dehnbar und spröde.
  • Basaltfasern besitzen ähnliche Eigenschaften wie Glasfasern.
  • Kohlenstofffasern (CF) sind sehr leicht und haben eine hohe Festigkeit.
  • Metallfaser (MTF), sehr dünner Draht
  • Keramikfasern bilden eine spezielle Klasse von anorganischen Fasern.

Eine grobe Einteilung der Schadstoffe lässt sich in folgender Form vornehmen:

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